Samstag, 19. Oktober 2013

Meine Predigt beim Einweihungsgottesdients für das Altarbild "Ich-Worte_Jesu"


Liebe Martina, lieber Martin –
liebe Gemeinde,
meine Damen und Herren!
Ich möchte Ihnen kurz etwas zu der Geschichte dieses Bildes erzählen.
Als Martin mir im Januar 2012 die Zusage gab, ein weiteres Bild für die Kirche malen zu dürfen, freute ich mich sehr.
Meine Freude fand aber ein jähes Ende, als er mir sagte, welches Motiv es sein sollte.
Die Ich-Worte von Jesus.
Jesus – musste das sein?
Jesus war noch nie mein Freund. Gott – ja. Der ist da oben irgendwo und man kann zu ihm beten, wenn man ein Problem hat. Aber zu Jesus hatte ich keine Beziehung.
Martin wird sich erinnern, wie ich lange Zeit versucht habe ihn von seinem Vorhaben abzubringen, indem ich ihm viele schöne Gegenvorschläge und Skizzen schickte.
Aber er blieb standhaft und so habe ich mich halt gefügt. Auftrag ist Auftrag.

Wie Sie sicher bemerkt haben, war ich im letzten Jahr nicht hier.
Ziemlich genau vor einem Jahr ereilte mich ein Schicksalsschlag der besonderen Art.
Am Abend eines ganz normalen Tages bekam ich Kammerflimmern mit einer Puls-Frequenz von 240.
Nach ca. einer halben Stunde wollte mein ohnehin nicht gesundes Herz nicht mehr und stellte den Dienst ein.
Ich war auf dem Weg in den Himmel – wo es ganz neben bei sehr schön ist.
Der Notarzt holte mich ins Leben zurück.
Im Krankenwagen auf der Fahrt in die Klinik konnte ich auf der Gegenfahrbahn einen LKW sehen.  Auf diesem stand in großen Buchstaben:
„Jesus liebt Dich!“
Da wusste ich, alles wird gut.
Ein deutlicheres Zeichen gibt es nicht.
Jesus liebt mich. Er hat mich immer geliebt.
Er hat immer auf mich aufgepasst und mich auf meinem Weg begleitet und beschützt.
Ich habe es nur nicht erkannt.

In der langen Zeit im Krankenhaus habe ich gelernt auf ihn zu vertrauen.
Jesus ist immer da, auch jetzt, hier unter uns.
Wenn wir still werden, können wir seine Liebe spüren.
-
Unsere Intuition ist die Stimme Gottes, die uns führt, wenn wir ihr vertrauen.
Wir können Gott jederzeit anrufen, er hilft uns immer.
Alles, was passiert, ist, genau so wie es passiert, richtig.
Gott macht keine Fehler.

Dieses Bild hat nun eine tiefe Bedeutung für mich.
Es ist mein Dank an Jesus, dass er sich mir gezeigt hat und mir zur Seite stand.
Zu allen Einzelbildern auf diesem Tuch kann ich jetzt JA sagen.
Jesus ist das Leben, er ist die Tür und der Weg.
Er nährt uns und gibt uns zu trinken.
Jesus ist das Wort und er trägt unsere Last.
Wenn wir ihm vertrauensvoll folgen, führt er uns zum Licht.

Wir alle tragen den göttlichen Funken in uns.
Wir können die Tür in unser eigenes Leben sein.
Wir können uns mit guten Gedanken nähren und Freude trinken.
Wenn wir uns selbst folgen kommen wir zu unserem eigenen inneren Licht.
Zur Glückseligkeit.
Zum Himmel auf Erden.

Das Lebenselixier heißt Freude.
Liebe.
Und Spaß am Leben.
Im Auge des Zyklons ist es windstill.
Wenn wir uns nicht von den Dingen um uns herum mitreißen lassen, sondern bei uns bleiben, wird unser Leben leichter.
Ich sage bewußt „Wir“, denn auch ich muß mich immer wieder daran erinnern.
Unser Leben als Mensch ist nicht unendlich, daher sollten wir es nutzen.
Vertrauen Sie in Gott, lassen Sie sich von Ihm führen und genießen Sie das Leben.
Haben Sie Spaß und verbringen Sie Ihre Tage nicht mit dem Wälzen von Problemen.
Beten Sie stattdessen zu Jesus und bitten ihn um Führung.
Wenn wir loslassen können und auf die Hilfe vertrauen, wird alles für uns gerichtet.
Vielleicht nicht immer so, wie wir uns das gedacht haben, aber am Ende werde wir sicher sagen können:
Danke Herr!
So wie Du es gemacht hast ist es genau richtig!
Danke, dass Du mir den Weg gezeigt hast!


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